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Bildschirm-Snapback: Bald gibt’s Videos auf die Mütze

KATEGORIE: Gadgets von Morgen
6. November 2013 - 18:00 Uhr

In den letzten Jahren haben wir doch einige zweifelhafte Trends in Sachen mit Technik kombinierter Mode gesehen: Ob nun übergroße Gürtelschnallen, über die mittels LEDs geistige Ergüsse der Gürtelträger abliefen oder T-Shirts mit auf die Musik der Umgebung reagierenden Equalizer auf Brusthöhe – „Wer trägt so was?“ ist die Frage die sich wohl den meisten Menschen unmittelbar stellt. Betrunkene Russen vielleicht, jedenfalls verspricht sich ein russisches Entwickler-Team jetzt eine hohe Nachfrage bezüglich einer noch absurderen Idee: Videos auf einem Bildschirm auf der Kappe streamen. So kommt auch niemand auf die Idee, dass sich hinter dem Stirn-Bildschirm wahrscheinlich eher wenig abspielt.

Kopfkino: Kappe mit integriertem Public Viewing

Cyclops ist eine gewöhnliche Snapback-Kappe, auf der im Bereich der Stirn mittels Plastiküberbau ein kleiner Bildschirm angebracht ist, dessen Inhalte vom Smartphone aus gesteuert werden können. Das Ganze kommt also ungefähr so daher, als würde man sich sein Smartphone an die Stirn kleben, damit auch niemand der Mitmenschen verpasst, was man sich gerade weltbewegendes anguckt. Am besten lässt gleich das Lieblings-Katzenvideo in Dauerschleife laufen. Was man damit sinnvolles anstellen könnte, wissen die Entwickler leider auch nicht so genau, aber die Verwendungsmöglichkeiten werden sich schon finden, sollte das Produkt erstmal die Marktreife erlangen, da sind sich die futuristischen Optimisten sicher.

Cyclops-Cap: Bildschirm oder Brett vorm Kopf?

In ihrem leicht verstörenden Promotion-Video, eingeleitet von einer ulkigen Tanzperformance, berichten die sich selbst als kreativ und talentiert bezeichnenden Entwickler von viel Aufmerksamkeit, die man mit dem Prototyp der Video-Kappe auf der Straße erzielt habe. Ob Übersetzungsfehler oder mutige Interpretation des Entwicklerteams – die tatsächliche Nachfrage nach einer Kappe mit Bildschirm scheint sich doch stark in Grenzen zu halten: Obwohl sich die Investoren auf den Crowdfunding-Plattformen normalerweise für so ziemlich alles begeistern lassen, haben sich, seit die Projektseite vor einer Woche auf indiegogo online gegangen ist, gerade mal zwei Interessenten gefunden, die Geld bereitgestellt haben. Immerhin schon 0,0004 Prozent der anvisierten 250.000 Dollar! Serioulsy!

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