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Hunde-Tracker Whistle: Für smarte Herrchen

KATEGORIE: Gadgets von Morgen
29. Juni 2013 - 17:00 Uhr

Daten sammeln ist ja das neue Ding heutzutage. Egal um was für eine Firma und Institution es sich handelt, je nach Möglichkeit werden so viele Daten wie möglich erhoben, gespeichert und verwertet. Denn Wissen ist Macht. Oder besser Wissen macht Geld? Wie auch immer, Zeit für eine Datenkrake, die zur Abwechslung mal zu unserem Nutzen ist: Mit Whistle, einem mit Sensoren versehenen Clip fürs Halsband, wird der Spieß umgedreht und das moderne Hunde-Herrchen vom Überwachten zum Überwacher – natürlich alles nur zum Besten des Hundes!

Whistle: Gesundheits-Monitoring für den Hund

Am Halsband des Vierbeiners befestigt sammelt Whistle mit einer Akkulaufzeit von etwa 10 Tage alle relevanten Informationen über dessen Verhalten: Wie viel Bewegung hat Liebling heute bekommen, ruht er sich oft genug aus, wurde mit dem Hündchen ausgiebig genug gespielt? Alles Fragen, die sich wenn Whistle die Testphase durchlaufen hat und offiziell erhältlich ist, mit nie da gewesener Präzision beantwortet werden können. Wirklich interessant und nützlich wird die Datenerhebung aber erst auf lange Sicht: Nutzt man den Hunde-Sender über mehrere Monate und verfügt über eine stabile Datenbasis, lassen sich Verhaltensveränderungen des Hundes, sei es wegen des normalen Alterungsprozesses oder aber wegen einer sich entwickelnden Krankheit, früher und vor allem genauer erkennen. Auf die Zustandsbeschreibung „mein Hund wirkt irgendwie schlapp“ kann der Hunde-Besitzer der Zukunft beim Tierarzt jedenfalls verzichten und mit einem wesentlich aussagekräftigeren Bestand an Daten auftrumpfen – dafür ist in der Software von Whistle auch eine Exportfunktion vorgesehen, die die Daten, sofern sich das Hunde-Tracking-System durchsetzt, an den Tierarzt des Vertrauens sendet.

Digitaler Hunde-Vergleich

Um die Daten, die Whistle aufzeichnet, auszuwerten, werden diese per Bluetooth ans Smartphone oder den Computer übertragen. Von der Software anhand der gesammelten Informationen erstellte Graphen helfen dem Herrchen, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit des Hundes zu überprüfen. Besonders praktisch: Die Daten können mit denen andere Hundebesitzer verglichen werden, was das Leben für Hunde, deren Besitzer nicht über jede Eigenart der jeweiligen Rasse im Detail bescheid wissen, verbessern könnte. Außerdem warnt eine Alarm-Funktion, wenn sich die Messwerte verändern, also beispielsweise der Hund unverhältnismäßig schläft oder weniger Bewegung hat als üblich. Genauso ist es möglich eine Art Fitness-Plan für den besten Freund des Menschen zu erstellen: per Daily Goal lassen sich bestimmte Ziele, wie etwa eine festgelegte Zeit aktiver Bewegung für den Hund, bestimmen. Langfristig könnte Whistle also durchaus positiven Einfluss auf die Gesundheit unserer Vierbeiner haben, und gerade auch in größeren Familien, in der sich verschiedene Personen um den Hund kümmern, für mehr Übersichtlichkeit bei der artgerechten Behandlung des Haustiers sorgen. Ein derartiges Projekt für Katzen ist bisher noch nicht in Planung, aber die machen ja sowieso, was sie wollen.

Wenn der smarte Hunde-Tracker auf den Markt kommt, soll das Gerät um die 100 US Dollar kosten. Mit 16 Gramm Gewicht und einem Durchmesser von 4 cm dürfte das smarte Hundegadget am Halsband dem Schützling kaum auffallen. Ganz wie bei uns also, fragt sich nur ob unser Big Brother auch nur gute Absichten hat?

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