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Wasser-Jetpack Flyboard: Frei wie ein Fisch

KATEGORIE: Gadget Check
18. April 2013 - 12:00 Uhr

Der Traum vom Fliegen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst, aber langsam beginnt er reale Formen anzunehmen. Natürlich ist hier nicht die Rede von Flugzeugen oder anderen langweiligen Flugobjekten, nein, selber fliegen, wie Superman halt. Oder besser Iron Man, denn den Flugeigenschaften dessen High-Tech-Anzugs kommt das ultimative Gadget für alle Wassersportler und Extremsport-Fans verdammt nah.

Vom Rocket Belt zum Flyboard

Bis man mit Wasserstrahlen, die unter den Füßen und Handflächen herausschießen, über Wasseroberflächen düsen konnte, war es ein langer Weg. Angefangen hat er in den Sechzigern, als der Traum vom unmittelbaren Fliegen in Form eines klassischen Jetpacks, das extrem heißen Dampf vom Rücken des Trägers Richtung Boden schoss, verwirklicht werden sollte. Der Bell Raketen Gürtel würde für das amerikanische Militär gebaut, aber war mit seiner Flugdauer von ca. 20 Sekunden ziemlich nutzlos. Nach seiner Weiterentwicklung reichte es immerhin für einen Auftritt in einem James Bond-Streifen. Erst zur Jahrtausendwende hatte ein Kanadier die Idee, das Ganze aufs Wasser zu verlegen, um sich der Schwerkraft mit Hilfe von Wasserdruck zu widersetzen. Eigentlich ganz logisch – weniger heiß, weniger gefährlich. Auf die Spitze getrieben wurde das Konzept vom französischen Jetski-Fahrer Franky Zapata, der die Düsen bei seiner Neuentwicklung des Konzepts weg vom Rücken unter die Füße des Fliegenden verlegte. Zusätzlich können zwei weitere Düsen unter den Händen angeschlossen werden, für die nötige Stabilität sorgen, um spektakuläre Manöver durchführen zu können. Ob Saltos, Springen wie ein Delphin und sogar kleine Tauchgänge – in der Praxis sieht das Fliegen mit dem sogenannten Flyboard extrem eindrucksvoll aus, Menschenmassen garantiert.

Ultimativer Wasser-Spaß bald auch in Deutschland

Klar, mit Anschaffungskosten von mehr als 5.000 € werden sich die wenigsten Zapatas Flyboard leisten können, selbst wenn man das Geld übrig hat, sollte der See im Garten auch eher groß angelegt sein. Ein Jetski mit mindestens 100 PS, das man benötigt, um dem Flyboard per Schlauch das nötige Wasser zuzuführen, hat man hoffentlich sowieso schon im Bootshaus. Wer sich jetzt nicht angesprochen fühlt, wird wohl trotzdem früher oder später seine Gelegenheit kriegen. Höchstwahrscheinlich werden die Teile bald in Touristengebieten vermietet. Ausgerechnet am Gardasee sollen Kunden und Interessenten die Geräte testen können, wie der deutsche Vertriebspartner auf seiner Webseite bemerkt. Ab Mai sollen dann die ersten Flyboards in Deutschland ausgeliefert werden.

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